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Abteilung Schulentwicklung und Aufsicht
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Das Projekt

Das Projekt-Anliegen ist es, wertvolle Erfahrungen in der 1:1-Arbeit mit Tablets im Hinblick auf das Modul «Medien und Informatik» des Lehrplan 21 Kanton Schaffhausen sammeln zu können. Mit den Tabletklassen möchten wir einen kleinen "Leuchtturm" schaffen, der seine Türen für interessierte Lehrpersonen und Schulen im Kanton Schaffhausen öffnet, um so weitere Teams für diese Arbeitsform zu motivieren und einen allfälligen Respekt im Umgang mit mobilen Geräten zu nehmen. Der Pilotversuch soll mit neusten Tools und möglichst offenen Geräten das mobile Lernen fördern.

Vision, angestrebte Richtung

Durch die Vernetzung von Wissen verändert sich die Bildung. Neben Sprechen, Lesen/Schreiben und Mathematisieren ist ICT an der Schule als vierte Kulturtechnik anzusehen. Bisheriges Wissen und gewachsene Fertigkeiten müssen durch Medienkompetenz erweitert werden und führen zur erforderlichen Orientierung und Mitgestaltung (Partizipation) in der Gesellschaft.


Erfahrungen mit Tablets im Unterricht gibt es schon diverse. Im Kanton Schaffhausen wurde noch keine 1:1 Situation dokumentiert bzw. erprobt. 
Es ist zu erwähnen, dass wir mit diesem Projekt nicht nur die Geräte, sondern primär den Unterricht kombiniert mit einem optimierten Mobile-Device-Management, kurz MDM (Zulu Desk) sowie einem Learn-Management-System, kurz LMS (Office 365) ins Zentrum stellen.
Die Geräte sind Arbeitsgeräte der Schülerinnen und Schüler. Sie werden entsprechend konfiguriert und verwaltet, ohne an Funktionalität zu verlieren. Die Geräte sind persönlich und können von den Schülerinnen und Schülerinnen entsprechend genutzt werden. Die Nutzung wird in einer Charta sinnvoll geregelt. Diese Charta wird im Moment noch in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen ausgearbeitet und zu gegebener Zeit auf dieser Seite publiziert.

 

Medien und ICT im Leben der Schülerinnen und Schüler 

Die Schülerinnen und Schüler sollen am Ende ihrer obligatorischen Schulzeit Medien und ICT effizient nutzen können. Sie sollen sich sowohl in der Freizeit als auch an weiterführenden Schulen oder in der Berufslehre bezüglich ICT sicher bewegen können. Sie haben die Fähigkeit, sich im Umgang mit ICT kreativ auszudrücken und setzen sich selbstgesteuert mit den Medien auseinander. Ihre Medienkompetenz ermöglicht ihnen einen aktiven aber auch kritischen Umgang mit den neuen Technologien.

Die Schule ermöglicht den Schülerinnen und Schülern mit dem Projekt Tablet-ScHool.ch das stufengerechte Erwerben und Anwenden von ICT-Kompetenzen im Unterricht in einem 1:1-Setting. Ob dieses Setting später auf alle Schulen übertragbar ist, wird der Pilot zeigen.

 

Lernen mit Medien (Mediendidaktik)

Medien und ICT können sowohl von den Lehrpersonen zur Gestaltung des Unterrichts, als auch von den Schülerinnen und Schüler für das Arbeiten und Lernen eingesetzt werden. Sie sind Unterrichtsbestandteil aller Fächer.

 

Schülerinnen und Schüler sollen Medien und ICT in vielfältiger Weise als Lernwerkzeug einsetzen. ICT-Mittel werden in folgenden Tätigkeitsbereichen verwendet:

  • Gestalten

  • Lernen und üben

  • Sich informieren / recherchieren

  • Kommunizieren / partizipieren / publizieren (Web 2.0)

  • Präsentieren

  • Organisieren des Lernens

  • Austausch und Ablegen von Daten (LMS)

  • Kommunikation mit Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen

Lernen über Medien (Medienbildung)

Computer, Spielkonsole, Smartphone, Fernseher, Zeitungen und andere Medien sind Teil der medialen Welt von Kindern und Jugendlichen. Das Internet mit seinen «sozialen Plattformen» wie Chat, Youtube, Instagram, Snapchat usw. hat im Alltag unserer Schülerinnen und Schüler in den letzten Jahren sichtlich an Bedeutung gewonnen. Die verschiedenen Möglichkeiten sich zu informieren, zu kommunizieren und eigene Inhalte zu publizieren, werden teilweise virtuos genutzt. Medienkompetentes Handeln umfasst jedoch mehr als die technischen Fähigkeiten zum Umgang mit einem Gerät oder einem Online-Angebot. Der sinnvolle, reflektierte und sichere Umgang mit Medien und Medieninhalten ist allerdings keine angeborene Fähigkeit. Sie muss erworben werden. Es ist Aufgabe der Schule, die Schülerinnen und Schüler bei diesem Prozess zu unterstützen.

 

Die Thematisierung von Medien im Unterricht knüpft immer an Vorerfahrungen in der Lebenswelt der Kinder an. Durch die grosse Medienpräsenz im Alltag der Schülerinnen und Schüler sind ihre Erfahrungen allerdings sehr vielfältig. Die technischen Fertigkeiten, welche Kinder und Jugendliche den Lehrpersonen manchmal voraushaben, spielen hier keine oder höchstens eine untergeordnete Rolle.

 

Folgende Aspekte von Medien und Medieninhalten können im Unterricht thematisiert werden:

  • Medienwahrnehmung und -wirkungen

  • Medienangebote kritisch betrachten

  • Medien und ihre Bedeutung in der politischen Meinungsbildung

  • Werbung, Werbestrategien und Werbekompetenz

  • Daten- und Persönlichkeitsschutz in der Mediengesellschaft

  • Urheberrechte kennen und beachten

  • Funktion von Bildern, Bild-Text-Kombinationen

  • Film- und Bildsprache erkennen und verwenden

  • Medien und Sinneswahrnehmungen

  • Virtuelle Umgebungen / simulierte Welten

  • Umgang mit Emotionen, die durch Medieninhalte angesprochen wurden

  • Kommunikation und Beziehungspflege mit Medien

 

Besonders effektiv ist es, im Unterricht von persönlichen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler auszugehen (aktive Medienarbeit). Dabei gestalten diese eine eigene Arbeit, ein eigenes Produkt zum Thema. Diese Arbeit wird zum Anlass genommen, Aspekte des Themas zu reflektieren.


Ausschreibung und Voraussetzungen

Das Projekt wurde am 13. April 2017 im Wochenbrief des Erziehungsdepartementes Schaffhausen publiziert.

> Download Ausschreibung im Detail